Gradient Monolith

Das Grundstück erstreckt sich über einen Teil des bewaldeten Tals von Gablitz, einer kleinen Gemeinde am westlichen Stadtrand von Wien, an der Linzer Straße, die den Ort durchquert und direkt mit der Hauptstadt verbindet. Das verlassene Altgebäude auf dem steilen Gelände soll durch ein Apartmenthaus mit sechs Wohneinheiten ersetzt werden. Die Aufgabe bestand darin, das Programm in einem kompakten Baukörper zu verdichten und dabei die Topografie gezielt zu nutzen.

 

Auf drei Seiten in das Gelände eingegraben, besetzt die Garage das gut erreichbare Straßenniveau und überlässt die freigelegten Obergeschosse dem Wohnen. Jedes Geschoss wird entlang seiner Mittelachse in zwei spiegelbildlich identische Wohnungen geteilt; in den beiden obersten Ebenen wandelt sich dieses Prinzip zu zwei intern verbundenen Maisonetten.

 

Das angrenzende Terrain ist kaskadenartig abgetreppt und erweitert die Nutzfläche jeder Einheit ins Freie – in Form privater Patios. Die vom Gelände gelösten oberen Maisonetten erhalten eigene Dachterrassen mit Panoramablick über das Tal.

 

Um die visuelle Präsenz der Baumasse im Kontext zu mildern, wurde das Volumen fein modelliert: Jede Seite ist vertikal gefaltet und fügt sich zu einem achteckigen Prisma. Die Silhouette springt auf der Vertikalen Schritt für Schritt zurück und formt einen ziggurat-artigen Monolithen. Die Materialisierung folgt dieser Abstufung: Die entsättigte Ziegelhaut hellt sich zur kronenartigen Spitze hin auf.

 

Einheitliche, einflügelige Vertikalfenster sind gleichmäßig über den Umfang verteilt und überlassen der Fassadenmasse die Dominanz der Komposition – ein monumentales Erscheinungsbild.

 

 

Standort: Gablitz, Österreich
Auftraggeber: Privat

Status: Konzept
Jahr: 2023

 

Projektteam:

Kostantin Trpenoski

Zoran Petrovski